Wunderbaum Moringa

Ursprünglich beheimatet im nordwestlichen Teil von Indien, ist der sogenannte Wunderbaum Moringa die am meisten kultivierte Art der Gattung der Moringa. Durch seinen enormen Nährstoffreichtum und der Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten sowohl für die Medizin als auch für die Ernährung oder auch Kosmetik, gehört er zu den Wunderbaum Moringa vielseitigsten Bäumen überhaupt. Er gehört zur Familie der Moringaceae und kann leicht bis in Höhen von 9 bis 12 Meter wachsen. Er hat hängende Zweige und ovale, dunkel gefärbte Blätter. Seine graue Rinde hat eine gummiartige Konsistenz, mit einer Dicke ähnlich der eines Korken. Dieser dürre-resistente  Baum gedeiht vorwiegend in trockenem Sandboden und toleriert nährstoffarme Böden.

Moringa – der einzigartige Wunderbaum

Eine der besten Eigenschaften des Wunderbaum Moringa ist, dass praktisch jeder Teil von ihm auf vielfältige Art und Weise genutzt werden kann. Als Nahrungsquelle dienen vor allem die Blätter, die voller Vitamine, Mineralstoffe und essentieller Aminosäuren sind. Sie enthalten mehr Eiweiß als Milch und Eier, mehr Vitamin C als Orangen, und haben die vierfache Menge an Vitamin A als beispielsweise in Karotten zu finden ist. Sie können frisch gegessen oder getrocknet werden und  passen zu vielen Arten von Speisen, vor allem zu Suppen und Soßen. Die Blätter können wegen ihrer antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung außerdem zur Behandlung von kleinen Wunden und Insektenstichen verwendet werden.

Die nützlichen Hülsen des Wunderbaum

Die Hülsen des Wunderbaum Moringa, und davon vor allem die unreifen, können roh gegessen werden oder man bereitet sie zu wie grüne Bohnen oder Erbsen. Die reifen Schoten werden gekocht und ihre Samen entfernt, um sie für Suppen und Eintöpfen zu verwenden. Alternativ kann man sie wie Nüsse einfach rösten. Die Blüten können auch gegessen werden und sind für ihren Pilzgeschmack bekannt; sie müssen vor dem Verzehr allerdings richtig gekocht werden. Neben den Blättern können andere Teile des Wunderbaums, wie seine Wurzeln, die Blüten, das Öl, und die Rinden für medizinische und therapeutische Zwecke verwendet werden. Seine Rinde kann zudem verwendet werden, um Seile und Papier zu machen, während die SAP verarbeitet zu blauen Farbstoff zu machen.

Moringa Öl aus den Samen des Wunderbaums

Aus den Samen des Wunderbaum Moringa kann das sogenanngte Ben Öl gewonnen werden. Diese Art von Öl ist süß, geruchlos, hat eine klare Struktur, ist sehr stabil und bezüglich seines Nährwertwes vergleichbar mit Oliven- und Sonnenblumenöl. Aus Ben Öl lassen sich hervorragende Salatsoßen machen. Wegen seiner Beständigkeit gegen Ranzigwerden ist es im Allgemeinen ein sehr gutes Öl für die Küche. Außerdem kann es sehr hoch erhitzt werden ohne zu verbrennen. Für kosmetische Zwecke wird dieses Öl in Gesichtscremes, Seifen und Massage-Ölen verwendet. Der zurückbleibende Ölkuchen nach der Extraktion der Samen kann als Dünger verwendet werden oder dient zur Reinigung von Wasser.

Moringa im Kampf gegen Unterernährung

In vielen Entwicklungsländern wird der Wunderbaum Moringa auch im Kampf gegen die Unterernährung eingesetzt, insbesondere bei Kleinkindern und stillenden Müttern. Die Blätter sind sehr gut dafür bekannt, dass sie die Milchmenge von stillenden Müttern erhöhen sowie ausreichende Mengen an Kalzium, Eisen, Vitamin D und Folsäure liefern. Einige Studien zeigen auch, dass die Moringa-Pflanze wirksam bei der Senkung des Blutdrucks ist und durch Migräne oder Kopfschmerzen verursachte Schmerzen lindert. Außerdem verbessert sie des Immunsystem und kann sogar das Wachstum von Tumoren hemmen.

 

     

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